Erstellt am 09.09.2026 13:00:10 von NewsBot | Deutscher Schützenbund🔗
Weltcupfinale Saltillo: Ohne Kathis, keine Partys
Foto: World Archery / Compounderin Katharina Raab ist erstmals für das Weltcupfinale qualifiziert und "überglücklich, dabei zu sein."

Weltcupfinale Saltillo: Ohne Kathis, keine Partys

Am Mittwoch, 9. September machte sich eine kleine, aber feine DSB-Bogendelegation auf den Weg nach Saltillo/MEX. Dort findet am 12./13. September das Weltcupfinale statt, für das sich Katharina Raab (Wertach, Compound) und Katharina Bauer (Raubling, Recurve) qualifiziert haben und nun in Begleitung der Bundestrainer Holger Hertkorn und Oliver Haidn versuchen, beim internationalen Abschlussturnier nochmals zu glänzen. Zuvor äußerten sich beide im Interview.

Wie gefällt euch unsere Überschrift: „Ohne Kathis, keine Partys“?
Bauer: „Klingt für mich ganz gut. Höre diesen Spruch nicht zum ersten Mal - eventuell jedoch bisher nur in einem anderen Zusammenhang…“
Raab: „Partys sind sonst eher weniger meins, aber auf die hier gehe ich gern.“

Ist das Weltcupfinale eine Bogensport-Party? Katharina (Bauer), du kannst das einschätzen, weil du 2022 schon einmal dabei warst!
Bauer: „Wettkämpfe in Mexiko waren die letzten Male schon etwas mit einer Party vergleichbar. Die Mexikaner sind sehr begeisterungsfähig für unseren Sport. Normalerweise sind daher immer jede Menge Fans vor Ort, die jeden lautstark unterstützen. Ich erinnere mich gerne an die tolle Stimmung und die gefüllten Tribünen in 2022 zurück. Ich hoffe, es wird dieses Mal ähnlich, wenn nicht sogar besser.“

Katharina (Raab), du bist erstmals Party-Gast beim Saison-Kehraus. Eine logische Konsequenz des Jahrs und deines Engagements?
Raab: „Dieses Jahr lief wirklich gut, und es passt einfach alles von Material bis Technik perfekt zusammen. Dadurch, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal auf mehrere Weltcups fahren konnte, hatte ich die Chance, mich nicht nur durch einen Sieg, sondern durch eine gute Gesamtleistung über die Saison hinweg zu qualifizieren. Ich hätte nicht gedacht, dass das gleich im ersten Jahr funktioniert, aber es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und sich meine Arbeit über das Jahr hinweg auszahlt.“

Foto: World Archery / Recurverin Katharina Bauer und Bundestrainer Oliver Haidn würden in Mexiko liebend gerne mit Erfolgen die nächste Bogensport-Party feiern.
Foto: World Archery / Recurverin Katharina Bauer und Bundestrainer Oliver Haidn würden in Mexiko liebend gerne mit Erfolgen die nächste Bogensport-Party feiern.

Was empfindet ihr, dass ihr auf dieser Bogensport-Party eingeladene bzw. qualifizierte Gäste seid?
Bauer: „Ich fühle mich sehr geehrt. Jeder träumt davon, daran teilnehmen zu dürfen, aber nur wenige können sich diesen Traum erfüllen. Daher ist für mich auch dieses Weltcupfinale ein großes Privileg und ich bin sehr dankbar, diese Erfahrung machen zu dürfen.“
Raab: „Es war nicht sicher, ob ich mich qualifiziert habe, bis in Madrid das Goldfinale beendet war. Das hat mich auf jeden Fall ein paar Nerven gekostet, dort zuzuschauen. Wir haben alle, sowohl in Madrid vor Ort als auch meine Eltern daheim, die Punkte durchgerechnet, ob es reicht. Als es dann feststand, dass ich qualifiziert bin, habe ich trotzdem nochmal mindestens drei Mal nachgerechnet, ob das wirklich stimmt. Das Ganze kam mir so unwirklich vor, bis die Einladung dann per E-Mail bei mir ankam. Jetzt freue ich mich riesig auf das Erlebnis in Mexiko.“

Es sind die jeweils acht besten Schützinnen bzw. Schützen mit dem Compound- und Recurvebogen am Start. Also ein erlesener Kreis. Könnt ihr da die Party-Crasher spielen?
Bauer: „Ich denke, jeder Teilnehmer spielt in einem so kleinen Feld eine wesentliche Rolle. Entscheidend wird am Ende die Tagesform sein - kombiniert mit dem gewissen Quäntchen Glück und der gewissen Entschlossenheit.“
Raab: „Das ist der Plan… Im Finale kann alles passieren, und ich habe nichts zu verlieren. Es ist allein schon ein riesiger Erfolg unter die besten Acht in diesem Jahr zu gehören.“

Es ist definitiv schwierig, bei dieser Party-Gästeliste einen Favoriten auszumachen. Aber welche Schützinnen gilt es zu schlagen? Wer ist eure Favoritin?
Bauer: „Ich sehe in solch einem engen Teilnehmerfeld niemanden als den konkreten Favoriten an. Die Saison ist rum, und beim Finale werden die Karten neu gemischt. Jeder hat dort die Chance anzugreifen.“
Raab: „Sara Lopez ist für mich definitiv eine Favoritin. Sie hat schon neun Mal das Weltcupfinale gewonnen und kennt das alles dadurch schon sehr gut. Aber auch die anderen sind nicht zu unterschätzen, es sind schließlich die Besten der Saison. Da ist es schwierig zu sagen, wer zum Schluss den einen entscheidenden Ring vorne ist.“

Die Teilnahme ist definitiv bereits ein Erfolg. Was muss passieren, damit ihr mit einem zufriedenen Gefühl die Bogensport-Party in Mexiko verlasst?
Bauer: „Meine Einladung kam wirklich sehr kurzfristig und auch überraschend. Ich habe direkt nach „den Finals“ in Hannover technischen Dinge in Angriff genommen, die in Zukunft für noch mehr Präzision sorgen sollen. Die Zeit war knapp, aber ich möchte diese bereits jetzt in Mexiko im Wettkampf umsetzen. Ich möchte am Ende nach Hause fliegen und mir denken: Ich habe im Moment gelebt, habe riskiert, habe es gleichzeitig genossen, und ich habe wirklich alles gegeben.“
Raab: „Ich bin überhaupt glücklich, dort dabei zu sein. Jeder, der zum Weltcupfinale fährt, träumt davon, es zu gewinnen. Gegen ein paar der Teilnehmerinnen konnte ich schon Matches gewinnen, also ist die Chance auch da. Mein Ziel ist es, das erste Match zu gewinnen und um die Medaillen mitzuschießen.“


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Quelle: Deutscher Schützenbund
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